Non-Financial Risks als Steuerungsinstrument nutzen

 

 

Einordnung: Finanzielle und nicht-finanzielle Risiken

Unternehmensrisiken lassen sich in zwei Kategorien unterteilen: Finanzielle Risiken entstehen unmittelbar aus Finanztransaktionen und Marktbewegungen – bei Finanzdienstleistern klassischerweise Kredit-, Markt- und Liquiditätsrisiken.
Nicht-finanzielle Risiken (Non-Financial Risks, NFR) umfassen alle übrigen Risiken: operationelle Risiken, IT- und Cyberrisiken, Compliance-Risiken, strategische Risiken und Reputationsrisiken. Sie entstehen außerhalb des unmittelbaren Finanzgeschäfts, können aber erheblichen Einfluss auf Stabilität, Ertragslage und Reputation haben.
Eine Sonderrolle spielen ESG-Risiken (Environmental, Social, Governance). Sie bilden keine eigenständige Kategorie, sondern eine Querschnittsdimension: Klimarisiken können operationelle Auswirkungen haben, Arbeitsbedingungen in Lieferketten Compliance- und Reputationsrisiken auslösen, Governance-Mängel IT-Sicherheitsvorfälle begünstigen. ESG durchdringt das gesamte NFR-Spektrum.
 

Relevanz für Finanzdienstleister

Was bedeutet das konkret für Banken und Versicherer? NFR sind längst ein zentraler Prüfungsschwerpunkt und integraler Bestandteil der Risikotragfähigkeit. Aufsichtsbehörden wie BaFin, Europäische Zentralbank (EZB) und European Banking Authority (EBA) stellen kontinuierlich neue Anforderungen an das Management dieser Risiken.
 
 
Unser Verständnis
In der Praxis beobachten wir häufig, dass NFR-Compliance als isoliertes Pflichtprogramm behandelt wird. Dies schöpft aber die inhärenten Potenziale nicht aus. Denn richtig verstanden, schafft systematisches NFR-Management Transparenz über wesentliche Risiken und verankert diese aktiv in der Unternehmenssteuerung.
Der Schlüssel liegt in einem klar strukturierten NFR-Framework: konsistente Risikoidentifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung – integriert statt fragmentiert. Die Realisierung eines solchen integrierten Frameworks spiegelt unser Beratungsangebot wieder.
 
 
Unser Beratungsangebot

Entwicklung eines konsistenten NFR-Frameworks

Die Definition und Abgrenzung von NFR ist in vielen Instituten uneinheitlich – ein Umstand, der Steuerung und Prüfungsfestigkeit erschwert. Wir entwickeln ein klar strukturiertes, regulatorisch abgestimmtes Rahmenwerk als Grundlage für alle weiteren Steuerungsprozesse und schaffen damit eine belastbare Basis für Transparenz, Verantwortlichkeit und prüfungssichere Dokumentation.
 

Aufbau und Weiterentwicklung von Governance-Strukturen

Ein Framework allein reicht nicht. Effektives NFR-Management erfordert klare Verantwortlichkeiten entlang des Three-Lines-of-Defence-Modells. Wir unterstützen bei der Ausgestaltung von Rollen, Prozessen und Schnittstellen sowie bei der Integration in bestehende Governance-Strukturen.
 

Regulatorische Compliance und Prüfungsfestigkeit

Mit klaren Strukturen und Verantwortlichkeiten lässt sich regulatorische Compliance systematisch sicherstellen. Wir begleiten Finanzdienstleister bei der Umsetzung aktueller Anforderungen (z.B. Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk), ESG-Vorgaben) und bereiten gezielt auf Prüfungen durch Aufsichtsbehörden vor. Im Fokus: Nachvollziehbarkeit und Dokumentation.
 

Integration in die Gesamtbanksteuerung

NFR-Management entfaltet seinen vollen Nutzen erst, wenn es mit der übergreifenden Risikosteuerung verzahnt ist. Wir begleiten die Integration in Risikotragfähigkeit, Reporting und strategische Planung – damit NFR nicht als Silo verwaltet wird, sondern als integraler Bestandteil der Steuerung wirkt und Risiken früher erkannt, bewertet und adressiert werden können.
 
Sie möchten Ihr NFR-Management auf den Prüfstand stellen oder weiterentwickeln? Sprechen Sie uns an.
 
Hier geht es zum BCM Assessment der KD UB