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💡 𝗘𝗦𝗚-𝗥𝗶𝘀𝗶𝗸𝗲𝗻 𝗯𝗲𝗵𝗲𝗿𝗿𝘀𝗰𝗵𝗯𝗮𝗿 𝗺𝗮𝗰𝗵𝗲𝗻 – 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿 𝗔𝗻𝘀𝗮𝘁𝘇 𝗯𝗲𝗶 𝗱𝗲𝗿 𝗞𝗗 𝗨𝗻𝘁𝗲𝗿𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲𝗻𝘀𝗯𝗲𝗿𝗮𝘁𝘂𝗻𝗴.

In den letzten beiden Posts habe ich (Dr.-Ing. Felix Schranner) gezeigt: ESG-Risiken sind multidimensional, branchenunabhängig und betreffen die gesamte Finanzindustrie. Doch was bedeutet das für die Praxis?

Als Berater im Risikomanagement beschäftigen wir uns mit Kredit-, operationellen und strategischen Risiken für Finanzierer und deren Kunden. Die Ringvorlesung „Trends in Risk and Safety“, die ich als PostDoc an der TUM, Technische Universität München leite, stärkt das Verständnis für branchenspezifische und branchenübergreifende Risiken – denn nur wer die Risikotreiber in der jeweiligen Industrie, deren Wirkmechanismen und Ursachen versteht, kann sie im Risikomanagement adäquat abbilden.

𝗨𝗻𝘀𝗲𝗿 𝗠𝗲𝗵𝗿𝘄𝗲𝗿𝘁 𝗳𝘂̈𝗿 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲 𝗞𝘂𝗻𝗱𝗲𝗻:

🔍 ESG-Risiken im Kundenportfolio identifizieren und bewerten: Wir helfen Finanzierern, auch die schwer quantifizierbaren Risiken ihrer Kreditnehmer systematisch zu durchdringen und zu reduzieren. Dabei betrachten wir financial und non-financial Risks entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

📊 ESG-Faktoren in die Risikoklassifizierung integrieren: ESG beeinflusst bestehende Risikokategorien. Wir entwickeln angepasste Risikoratingverfahren, die ESG-Faktoren dort verankern, wo sie wirken: in der Bonitätsbeurteilung, in der Sicherheitenbewertung und in der Portfoliosteuerung.

🎯 Risikostrategie mit Branchen-Know-how entwickeln: Durch unser Verständnis lokal und global agierender Unternehmen entwickeln wir gezielt Risikostrategien – für unsere Kunden oder in deren Auftrag für deren Kunden. Wir verstehen, wie Entwicklungsdienstleister mit Risiken disruptiver Technologien umgehen, welche Governance-Herausforderungen in internationalen Lieferketten verborgen sein können und wo klimabedingte physische Risiken auf Produktionsstandorte wirken.

🤝 Brücke zwischen Theorie und Praxis: Die Ringvorlesung ist meine professionelle Investition in Wissen und Netzwerk. Wenn Experten der Feuerwehr München, der Munich Re, von Bertrandt Group oder Siemens Energy ihre Perspektive teilen, schärft das die Fähigkeit aktueller und zukünftiger Risk- und Safety-Experten, ESG-Risiken zu verstehen und zu behandeln.

ESG-Risiken sind ein strategischer Hebel – für bessere Risikoklassifizierung, resilientere Portfolien und eine zukunftsorientierte, nachhaltige Entwicklung. Keine Angst vor der Multidimensionalität – den Mut, sie zu verstehen und zu gestalten.

Wenn Sie sich mit der Integration von ESG-Risiken in Ihre Risikoklassifizierung oder Risikostrategie beschäftigen – sprechen Sie uns an.

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𝗘𝗦𝗚-𝗥𝗶𝘀𝗶𝗸𝗲𝗻 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗙𝗶𝗻𝗮𝗻𝘇𝗶𝗻𝗱𝘂𝘀𝘁𝗿𝗶𝗲: 𝗪𝗲𝗶𝘁 𝗺𝗲𝗵𝗿 𝗮𝗹𝘀 𝗥𝗲𝗴𝘂𝗹𝗮𝘁𝗼𝗿𝗶𝗸.

Im letzten Post habe ich (Dr.-Ing. Felix Schranner) gezeigt, wie branchenunabhängig ESG-Risiken sind. Heute möchte ich den Blick auf die Finanzindustrie richten – denn hier laufen die Fäden zusammen.

📊 Für Banken:
ESG-Risiken tragen unmittelbar zur Ermittlung der Kreditwürdigkeit von Kreditnehmern bei. Starkwetterereignisse, militärische Konflikte, disruptive Technologien, mangelnde Unternehmenskulturen oder die Offenlegung von Betriebsgeheimnissen – all das kann die Liquidität eines Unternehmens und damit seine Fähigkeit, Kredite zu bedienen, gefährden. Dies wirkt direkt auf die Risikotragfähigkeit der Bank. Hinzu kommt das Reputationsrisiko: Kredite an intransparente Unternehmen können den Ruf einer Bank durch Skandale nachhaltig beschädigen. Reputationsrisiken können sich aber auch in Governance-Risiken wie IT-Sicherheitsvorfälle, Betrug durch Mitarbeiter oder Social-Risiken, wie Diskriminierung, Belästigung am Arbeitsplatz oder ungerechtfertigten Kündigungen abbilden. Reputationsverlust hat weitreichende Folgen, wie Senkung der Arbeitgeberattraktivität oder Senkung der Kundenbindung.

🛡️ Für Versicherer:
Versicherer tragen ESG-Risiken ihrer Kunden direkt im Portfolio. So, die eben genannten Governance- und Social-Risiken. Unternehmungen können diese über Betriebshaftpflicht-, Produkthaftpflicht- oder EPLI-Versicherungen an Versicherer transferieren. Environmental-Risiken über die gesamte Palette von Sach- und Umwelthaftpflichtversicherungen sind ein signifikanter Bestandteil des Portfolios. Dr. Rainer Sachs von der Versicherungskammer Bayern zeigte in unserer Ringvorlesung, wie ein Emerging Technology Radar ESG-Risiken neuer Technologien frühzeitig identifiziert – mit klarem Fokus auf den sicheren Umgang mit Unsicherheiten.

🌍 Für Rückversicherer:
Rückversicherer akkumulieren die Risikoportfolien der Erstversicherer. Sie nutzen Retrozession, globale Diversifikation, mathematische Modellierung und Kapitalmarktmechanismen wie Cat Bonds zur Absicherung. Doch ESG-Risiken haben eine besondere Eigenschaft: Sie können eine Vielzahl von Unternehmen gleichzeitig treffen. Genau das fordert die Diversifikationsannahmen heraus, so Dr. Andreas Lang von der Munich Re.

Das gemeinsame Verständnis:
ESG-Risiken entwickeln sich sukzessive, kumulieren durch Wechselwirkungen und sind oft erst spät in klassischen Risikomodellen sichtbar. Eine systematische Integration in 𝗙𝗿𝘂̈𝗵𝘄𝗮𝗿𝗻𝘀𝘆𝘀𝘁𝗲𝗺𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝗥𝗶𝘀𝗶𝗸𝗼𝗺𝗼𝗱𝗲𝗹𝗹𝗲 ist unerlässlich.

➡️ Im nächsten Post: Wie wir als KD Unternehmensberatung unsere Kunden dabei unterstützen, ESG-Risiken strategisch zu managen – auf Portfolio- und Einzelkundenebene.

Wie gehen Sie mit der Interdependenz von ESG-Risiken über verschiedene Risikoarten hinweg um?

ESG Banking Versicherung Rückversicherung Risikomanagement

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𝗠𝗮𝗥𝗶𝘀𝗸 𝗔𝗧 𝟰.𝟱: 𝗥𝗶𝘀𝗶𝗸𝗼𝗺𝗮𝗻𝗮𝗴𝗲𝗺𝗲𝗻𝘁 𝗮𝘂𝗳 𝗚𝗿𝘂𝗽𝗽𝗲𝗻𝗲𝗯𝗲𝗻𝗲 - 𝗨𝗺𝗴𝗮𝗻𝗴 𝗺𝗶𝘁 𝗞𝗼𝗻𝘇𝗲𝗿𝗻𝗮𝗻𝗳𝗼𝗿𝗱𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗮𝗹𝘀 𝗸𝗹𝗲𝗶𝗻𝗲𝘀 𝗨𝗻𝘁𝗲𝗿𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲𝗻

Die MaRisk verpflichten Banken und Finanzdienstleistern zu einem 𝗸𝗼𝗻𝘀𝗶𝘀𝘁𝗲𝗻𝘁𝗲𝗻 𝗥𝗶𝘀𝗶𝗸𝗼𝗺𝗮𝗻𝗮𝗴𝗲𝗺𝗲𝗻𝘁 auf Gruppenebene. Eine besondere Herausforderung ist es dabei, die für das Risikomanagement erforderlichen Daten über sämtliche Tochterunternehmen hinweg einheitlich und verlässlich zu erheben.
𝗔𝘂𝘀 𝗦𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘃𝗼𝗻 𝗧𝗼𝗰𝗵𝘁𝗲𝗿𝗴𝗲𝘀𝗲𝗹𝗹𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁𝗲𝗻 kann dies auch zu einer Herkulesaufgabe werden, insbesondere dann, wenn sie nur ein auf einzelne Produkte fokussiertes Geschäftsmodell betreiben. Die Konzernmutter hat hingegen das Gesamtportfolio der Gruppe im Blick zu behalten. Wichtig ist dann eine gute und detaillierte Kommunikation zwischen Konzernmutter und Tochtergesellschaft, um gegenseitig das Geschäftsmodell, die jeweils relevanten Restriktionen und Bedarfe zu verstehen und einen für beide Seiten gangbaren Weg zur Abdeckung dieser Anforderungen zu eruieren und umzusetzen.
Ein weiterer zentraler Aspekt ist 𝗕𝗖𝗕𝗦𝟮𝟯𝟵 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗶𝗲 𝗱𝗮𝗺𝗶𝘁 𝘃𝗲𝗿𝗯𝘂𝗻𝗱𝗲𝗻𝗲 𝗗𝗮𝘁𝗮 𝗟𝗶𝗻𝗲𝗮𝗴𝗲. Die Anforderungen an Risikodatenaggregation und -reporting machen transparent nachvollziehbar, woher Daten stammen, wie sie verarbeitet werden und wie sie in die Risikoberichterstattung einfließen. Gerade im Konzernkontext bedeutet dies, dass Datenflüsse über Gesellschaftsgrenzen hinweg fachlich konsistent dokumentiert und technisch belastbar sein müssen. Eine klar definierte Data Lineage schafft hier nicht nur regulatorische Sicherheit, sondern fördert auch ein gemeinsames Verständnis von Datenherkunft, -transformation und Verantwortlichkeiten zwischen Konzernmutter und Tochtergesellschaften.

Aus unserer Erfahrung ist es entscheidend, die in der jeweiligen Gesellschaft tatsächlich verfügbaren Daten sauber zu analysieren und diese mit den Datenanforderungen der Gruppe abzugleichen. Eine enge Einbindung in 𝗮𝗻𝗹𝗮𝘀𝘀𝗯𝗲𝘇𝗼𝗴𝗲𝗻𝗲 𝗩𝗲𝗿𝗮̈𝗻𝗱𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴𝘀𝗽𝗿𝗼𝘇𝗲𝘀𝘀𝗲 (z.B. NPP) erhöht dabei deutlich die Datenqualität und sorgt zugleich für die notwendige Awareness interner Prozesse auf beiden Seiten.

Was sind Eure Erfahrungen in diesem Thema? Mit welchen weiteren Herausforderungen seid Ihr schon konfrontiert gewesen?

MaRisk Risikomanagement Bankenregulierung DataGovernance

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𝗘𝗦𝗚-𝗥𝗶𝘀𝗶𝗸𝗲𝗻 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗙𝗶𝗻𝗮𝗻𝘇𝗶𝗻𝗱𝘂𝘀𝘁𝗿𝗶𝗲: 𝗪𝗲𝗶𝘁 𝗺𝗲𝗵𝗿 𝗮𝗹𝘀 𝗥𝗲𝗴𝘂𝗹𝗮𝘁𝗼𝗿𝗶𝗸.

Im letzten Post habe ich (Dr.-Ing. Felix Schranner) gezeigt, wie branchenunabhängig ESG-Risiken sind. Heute möchte ich den Blick auf die Finanzindustrie richten – denn hier laufen die Fäden zusammen.

📊 Für Banken: ESG-Risiken tragen unmittelbar zur Ermittlung der Kreditwürdigkeit von Kreditnehmern bei. Starkwetterereignisse, militärische Konflikte, disruptive Technologien, mangelnde Unternehmenskulturen oder die Offenlegung von Betriebsgeheimnissen – all das kann die Liquidität eines Unternehmens und damit seine Fähigkeit, Kredite zu bedienen, gefährden. Dies wirkt direkt auf die Risikotragfähigkeit der Bank. Hinzu kommt das Reputationsrisiko: Kredite an intransparente Unternehmen können den Ruf einer Bank durch Skandale nachhaltig beschädigen. Reputationsrisiken können sich aber auch in Governance-Risiken wie IT-Sicherheitsvorfälle, Betrug durch Mitarbeiter oder Social-Risiken, wie Diskriminierung, Belästigung am Arbeitsplatz oder ungerechtfertigten Kündigungen abbilden. Reputationsverlust hat weitreichende Folgen, wie Senkung der Arbeitgeberattraktivität oder Senkung der Kundenbindung.

🛡️ Für Versicherer: Versicherer tragen ESG-Risiken ihrer Kunden direkt im Portfolio. So, die eben genannten Governance- und Social-Risiken. Unternehmungen können diese über Betriebshaftpflicht-, Produkthaftpflicht- oder EPLI-Versicherungen an Versicherer transferieren. Environmental-Risiken über die gesamte Palette von Sach- und Umwelthaftpflichtversicherungen sind ein signifikanter Bestandteil des Portfolios. Dr. Rainer Sachs von der Versicherungskammer Bayern zeigte in unserer Ringvorlesung, wie ein Emerging Technology Radar ESG-Risiken neuer Technologien frühzeitig identifiziert – mit klarem Fokus auf den sicheren Umgang mit Unsicherheiten.

🌍 Für Rückversicherer:  Rückversicherer akkumulieren die Risikoportfolien der Erstversicherer. Sie nutzen Retrozession, globale Diversifikation, mathematische Modellierung und Kapitalmarktmechanismen wie Cat Bonds zur Absicherung. Doch ESG-Risiken haben eine besondere Eigenschaft: Sie können eine Vielzahl von Unternehmen gleichzeitig treffen. Genau das fordert die Diversifikationsannahmen heraus, so Dr. Andreas Lang von der Munich Re.   Das gemeinsame Verständnis:  ESG-Risiken entwickeln sich sukzessive, kumulieren durch Wechselwirkungen und sind oft erst spät in klassischen Risikomodellen sichtbar. Eine systematische Integration in 𝗙𝗿𝘂̈𝗵𝘄𝗮𝗿𝗻𝘀𝘆𝘀𝘁𝗲𝗺𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝗥𝗶𝘀𝗶𝗸𝗼𝗺𝗼𝗱𝗲𝗹𝗹𝗲 ist unerlässlich.

➡️ Im nächsten Post: Wie wir als KD Unternehmensberatung unsere Kunden dabei unterstützen, ESG-Risiken strategisch zu managen – auf Portfolio- und Einzelkundenebene.    Wie gehen Sie mit der Interdependenz von ESG-Risiken über verschiedene Risikoarten hinweg um?

  • ESG Risikomanagement TrendsInRiskAndSafety TUM Nachhaltigkeit
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November 2020

Nutzen und Grenzen eines multidimensionalen Sozialkreditmodells für Unternehmen

Digitalisierung
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Der Mehrwert liegt in der Vernetzung: Risk Management, VUCA und NPP